Förderbedarf von Schülern mit Behinderungen

Schüler mit Behinderungen haben einen hohen individuellen Förderbedarf!

Nur durch eine qualifizierte Schulbegleitung können diese Kinder aktiv am Schulunterricht teilnehmen!

Was ist Schulbegleitung?

Schüler mit einer individuellen Behinderung bedürfen einer besonderen Unterstützung, um eine aktive Teilhabe am Schulunterricht zu ermöglichen.

Diese Unterstützung erfolgt durch Schulbegleiter, d.h. einer Person, die das Kind im Unterricht begleitet und somit eine aktive Beteiligung des Schülers am Unterricht ermöglicht.

Warum diese Initiative?

Der bayerische Bezirk Unterfranken bezahlt im Regelfall nur ungelernte Hilfskräfte. Ferner werden Krankheitstage der Schulbegleitung und des Kindes nur begrenzt finanziert.

Gegen diese unzureichenden Leistungen wehren wir uns mit einer Petition an den Bayerischen Landtag!

 

Ausgangssituation

Im Jahr 2009 ist in Bayern die Zuständigkeit für die Schulbegleitung von den örtlichen Sozialhilfeträgern (Städte und Landkreise) auf die Bezirke übergegangen. In Unterfranken wurde in monatelangen Verhandlungen zwischen dem Bezirk und den Wohlfahrtsverbänden, u.a. der Lebenshilfe, versucht, eine Neuregelung zum Thema Schulbegleitung zu erzielen. Für das Schuljahr 2010/2011 ist eine Einigung gescheitert. Die vorhandenen Vereinbarungen wurden verlängert (Moratorium) oder es gilt die Regelung des Beschlusses des Sozialausschuss des Bezirkstags vom 27.07.2010 (wenige Tage vor Beginn der Schulferien in Bayern). Dieser Beschluss des Bezirkstags beruht auf Grundlage eines mit den Wohlfahrtsverbänden nicht abgestimmten Eckpunktepapiers der bayerischen Bezirke. In der Leistungsvereinbarung wird festgelegt, dass als Schulbegleiter in der Regel eine angelernte Hilfskraft eingesetzt wird. Das Entgelt des Bezirkes berücksichtigt nur die tatsächlich geleisteten Stunden (mit maximal 10 Tagen Ausfallzeit des Kindes und 3 % der Nettoarbeitszeit für Krankheitstage des Schulbegleiters). Wohlfahrtsverbände, wie z.B. die Lebenshilfen, müssen die Schulbegleiter nach TVÖD mit mindestens Entgeltsgruppe S2 Stufe 3 bezahlen. Diese Kosten können mit dem von dem Bezirk bezahlten Entgelt nicht gedeckt werden. Des Weiteren werden Fortbildungszeiten, Verfügungszeiten, Teamgespräche usw. nicht gesondert berücksichtigt. Für Sachkosten, Verwaltung und Organisation können bis zu 8 % der Personalkosten hinzugerechnet werden. Zudem müssen die Arbeitgeber der Schulbegleiter in Vorkasse gehen.

Die Unterzeichner der Petition wollen erreichen, dass für das nächste Schuljahr 2011/2012 eine für alle tragbare und zukunftssichere Leistungsvereinbarung herbeigeführt wird. Die Arbeitgeber von Schulbegleitern (Dienste oder Eltern)  können unter dem bestehenden hohen finanziellen Risiko nicht weiter als Anstellungsträger fungieren. Mit Besorgnis nehmen die Unterzeichner wahr, dass beliebige Anstellungsträger die dringend notwendige Fachlichkeit von Schulbegleitung nicht gewährleisten können.